The heart of lightness

Du kennst doch sicher den Roman “The heart of darkness” von Joseph Conrad, dem alten Haudegen. Da fährt so ein Typ in das Zentrum Afrikas und erlebt allerlei wahnwitzig langweilige Abenteuer. Ein schrecklich langweiliger Stoff und ich weiß gar nicht, warum ich ihn an dieser Stelle erwähne. Aber ein bisschen mit dem Literaturwissen auftrumpfen ist nie schlecht. Und immerhin hat mich der gute alte Josef ja zu meinem Titel inspiriert.

Times Square
Ich weiß nicht viel über den Times Square. Nur dass er leuchtet und für mich -neben der Wall Street- der Inbegriff des Kapitalismus und der Konsumwelt ist. Willst du was kaufen oder einfach nur über den westlichen Überfluss staunen-den Amerika ja wirklich drauf hat- dann komm zum Times Square und lass dich von den blinkenden, glitzernden Lichtern aus Menschenhand verzaubern. Am Land hast du die Sterne- unendlich fern und einschüchternd. In New York holen sie dir die Sterne vom Himmel-angreifbar und deswegen nicht weniger einschüchternd. 
Wie gewonnen so zerronnen
Das erste Mal: Ein Schlag ins Gesicht. Du bist baff. Wie bei einem kleinen Kind, das zum ersten Mal ein Feuerwerk sieht,  glitzern deine Augen im Takt der Leuchtreklamen. Du siehst keine Menschen um dich herum. Du bist eins mit den Lichtern in allen Farben des Regenbogens. Das zweite Mal: Du widmest den Innereien: Hard Rock Cafè, Planet Hollywood, M&M’s Store, Hersheys und wie sie alle heißen. Noch immer bleibst du fasziniert und bist überwältigt vom Überfluss im Land von dem du schon nicht mehr dachtest, dass dort Milch und Honig fließen. Das dritte Mal: Plötzlich nimmst du die Massen an Menschen wahr, die an dir vorbeiströmen, dich anrempeln, anstarren. Irgendwie sind die Lichter auf einmal gar nicht mehr so wichtig und du wünscht dich an einen Ort, an dem du die Sterne sehen kannst…

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