Achtung: Akute Nostalgiegefahr!

Ich weiß nicht, wie es dir dabei geht, aber wenn ich etwas sehe, das wahrscheinlich schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten (von Jahrhunderten will ich an dieser Stelle gleich gar nicht anfangen) gleich ist, dann packt sie mich. Sie kommt vom Nagel des kleinen Zeh und durchzieht mich bald bis zur letzten Sommersprosse: Die Nostalgie. Als hätte man einen Krug mit schwerem Blei gefüllt, so fühle ich mich dann. Aber nicht irgendwie ungut, sondern einfach nur abwesend, voller Gedanken und mit Erinnerungen, die ich mir in meiner Phantasie spinne, die aber niemals wahr gewesen sind.

Ertappt

Zuletzt habe ich mich dabei am Tibidabo ertappt. Natürlich hab’ ich mich schon bei der Auffahrt mit der tramvía blu dabei ertappt, ständig an die Lektüre eines meiner absoluten Lieblingsbücher zu denken. (Der Schatten des Windes – Wenn du noch keine Urlaubslektüre hast, solltest du dich dazu entschließen, dieses Buch zu kaufen, denn es lässt dich so schnell nicht wieder los-das verspreche ich dir!) Tja, dann dieser Ausblick und das historische funicular. Historisch-das ist sowieso so ein Wort, das die Zellen schon vor Nostalgie beben lässt, oder nicht?

Vergangene Momente

Tja. Und dann bist du oben in diesem Wunderland an Emotionen. Farben, Formen, veraltete Jahrmarktsmusik, der Duft von dem süßesten Klumpert ever, Kindergelächter und du fühlst dich wie in einer zeitlosen Seifenblase (es gab dort sogar Seifenblasen!) und ehe du dich versiehst wirst du von modernen payasos einfach so mit einer Wasserpistole angespritzt und befindest dich zum Glück wieder in der Realität. Die Schwere entweicht deinem Körper und die Nostalgie ist auch plötzlich wieder weg…

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