Der Berg des vorweihnachtlichen Wahnsinns

Jap, ich weiß, ich hab diesen Blog eigentlich den guten Dingen in diesem Leben gewidmet. Alles was schön ist kommt hier rein, alles was uncool ist, bleibt draußen. Deswegen liest du ihn ja so gerne, gib’s zu!

Tja, aber was soll ich machen. Ausnahmen bestätigen die Regel und weil bald Weihnachten ist, kann ich getrost eine machen.

Besinnlichkeit

Nennst du etwa dieses geschwülstige Monstrum vor den Toren von Graz besinnlich? Hat dieses Trum namens Seiersberg auch nur im Entferntesten irgendetwas mit Advent zu tun? Kann man hier Ruhe schöpfen, schöne Stunden mit den Liebsten verbringen, kurz gesagt, all das, was einem in den Weihnachtsliedern die man schon in der Tiefgarage in die Ohren gebrüllt bekommt, vorgesungen wird? Meiner Meinung nach lautet die Antwort auf alle diesen -eigentlich rhetorisch gedachten- Fragen: Nein!

Ich war bereits in vorweihnachtlicher Freude, doch nun, als ich in diesen Koloss eindrang, verschwand sie, schrumpfte zusammen wie ein alter Luftballon. Im tiefsten Inneren habe ich das Gefühl, heute Kekse backen zu müssen, oder mir zum 100. Mal “Love Actually” anzusehen, um in die goldig-zähe Flüssigkeit wieder auferstehen zu lassen, die viele “Freude aufs Christkind” nennen.

Liebe

Was hat Einkaufswahn mit Schenken zu tun? Eher weniger und darum denke ich mir -wo ich ja schon 110 % der Geschenke habe, die ich an Weihnachten verschenken werde, dass man sich gar nicht in diesen Einkaufwahn begeben darf. Entweder bestellt man im Internet oder man ist einer der wenigen Glücklichen, die an einem Wochentag frei haben und man geht da flanieren ODER -und diese Option halte ich für die beste- man kauft schon im Laufe des Jahres ein, je nachdem, wann einem ein passendes Geschenk über den Weg läuft. Denn macht Schenken an sich nicht die schönste Freude? Und erzeugt dieses Wohlwollen nicht die beste goldig-zähe Flüssigkeit überhaupt?

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